Eine Zensur findet nicht statt.
Artikel 5, Absatz 1 Grundgesetz
Außer bei BR 24. So geschehen am 21.09.2025 im Meinungsforum zum Online-Artikel „Sexismus in den Alpen: Warum sind Bergführerinnen so selten?“
Wobei hier ganz offensichtlich nur Meinungen erwünscht sind, die dem BR zur Nase stehen. Ich habe einen Kommentar geschrieben, der angeblich den Community-Richtlinien widerspricht, woraufhin der Kommentar nicht nur wieder einkassiert (nachdem ihn ein Moderator genehmigt und veröffentlicht hatte), sondern ich komplett gesperrt wurde und nun gar nicht mehr kommentieren darf.
Tja, was habe ich nun Verwerfliches geschrieben? Ganz einfach: Ich habe meine Erfahrungen als eine der ersten Frauen in einem reinen Männerberuf geschildert, und das wollte man beim BR wohl nicht lesen. Ich versuche, meinen Kommentar so gut wie möglich wiederzugeben. Bildet euch selbst eine Meinung, ob man diesen Kommentar der Öffentlichkeit zumuten kann oder nicht. Vielleicht sind die BR24-Leser aber auch so zart besaitet, dass sie nur eine Welt aus rosa Zuckerwatte ertragen?
Wie auch immer. Hier ist mein Kommentar im ungefähren Wortlaut. Beschönigt habe ich übrigens nichts!
„Ich bin vor 35 Jahren als eine der ersten Frauen in einen bis dahin reinen Männerberuf eingestiegen. Damals gab es grob gesagt drei Lager: Diejenigen, die neutral waren und Frauen genauso behandelt haben wie jeden anderen Kollegen (und die waren zum Glück in der Überzahl). Dann diejenigen, die Frauen als Sexobjekte betrachtet haben und schließlich die, die Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts abgelehnt haben (ich habe mehrmals sogar echten Hass erlebt). Brachte man als Frau den Mut auf, sich dagegen zu wehren, bekam man zu hören „Stell dich nicht so an“ oder man war die Prüde, die nur mal wieder richtig gef***t werden muss, oder die Zicke, die (Anm.: Da weiß ich leider nicht mehr, was ich geschrieben habe).“
Geht es nur um das Wort mit den Sternchen? Wenn ja, dann frage ich mich, warum ich dafür bestraft werde, dass ich ausgesprochen (bzw. geschrieben) habe, was meine Kolleginnen und ich erdulden mussten. Der Spruch ist ja nicht auf unserem Mist gewachsen.
Oder geht es viel mehr darum, irgendetwas unter den Teppich zu kehren? Dass in der heilen Welt meines Berufs (den ich nie genannt habe), doch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist? Wie auch immer: Zensur bleibt Zensur. Wie sich wohl die Presse aufregen würde, wenn ihnen ein derartiger Maulkorb verpasst würde?
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