Hallo, mein Name ist Manuela Obermeier und ich bin Autorin, Fotografin, Sprecherin und unheimlich neugierig.

Also nicht neugierig in dem Sinn, dass ich wissen will, was bei den Nachbarn so los ist und wem das Auto mit dem auswärtigen Kennzeichen gehört, das schräg gegenüber immer von Freitag bis Sonntagabend parkt.
Mich interessieren einfach die unterschiedlichsten Dinge, und meistens probiere ich sie dann auch aus, egal ob Indoor-Tauchen oder Ölmalerei. Manchmal bleibt es bei einem einmaligen Ausprobieren, wie z.B. beim Tauchen, danach taten mir tagelang die Ohren weh, und mir ist auch der Aufwand zu groß, bis man mal endlich im Wasser ist.
Andere Dinge tue ich zwar nicht kontinuierlich, aber immer wieder, wie das Bildhauen. Ich habe schon so Vieles gemacht, dass ich bei einer Aufzählung meistens irgendetwas vergesse. Goldschmieden, Schweißen, Schmieden (ja, so richtig am offenen Feuer), mit Holz, Ton, Metall und Stein arbeiten, Bouldern, Nähen, Sprachen und Musikinstrumente lernen und und und.

Sport liebe ich auch, besonders Laufen, Rennradfahren und Krafttraining. Sofern mein Körper mich Sport machen lässt. Rheumatikerin bin ich nämlich auch und dazu von oben bis unten von Arthrose zerfressen. Und weil das noch nicht reicht, ist auch noch ein Black Dog ist mein ständiger Begleiter.
Leider ist mein Black Dog aber weder ein Neufundländer noch ein Rottweiler, sondern meine Depressionen.
Warum Black Dog? Es heißt, Winston Churchill soll seine Stimmungstiefs so genannt haben. Laut Southern Regional AHEC geht der Begriff aber auf Viktorianische Kindermädchen zurück, die mit diesem Begriff launische und unangenehme Kinder betitelt haben. Natürlich nicht gerade als Ausdruck inbrünstiger Freude über die lieben Kleinen.

Und bei Black Dog fällt mir noch etwas ein, das ich liebe und fast vergessen hätte: Musik. Genauer gesagt Metal in seiner ganzen Vielfalt (Naja, nicht ganz. Der eine oder andere Stil ist nicht so meines. Aber das muss es ja auch nicht.) ist meine große Leidenschaft. Und weil ich ein Metalhead mit Leib und Seele bin, bin ich Mitglied bei Metality, dem „lautesten Netzwerk der Welt“, das sich auch für Suizidprävention und die Enttabuisierung von Depressionserkrankungen einsetzt.
So ein Black Dog Armband habe ich deshalb natürlich auch.
Metality macht allerdings noch viel mehr: Zum Beispiel Schlafsäcke, Isomatten, Zelte und alles andere Brauchbare einsammeln, das bei Festivals gerne mal zurückgelassen wird, um es der Obdachlosenhilfe in verschiedenen Städten zu spenden. Oder Kindern und Jugendlichen das Erlernen eines Musikinstruments per Online-Unterricht ermöglichen. Oder Menschen mit Handicap bei Konzerten oder Festivals begleiten. Einen Artikel in der SZ vom Februar 2025 gibt es hier.